Tag 6: Im Namen des Herrn unterwegs

Vom Ölberg stiegen wir hinab, vorbei am ältesten und größten kontinuierlich genutzten jüdischen Friedhof der Welt …

… bis zur Kirche „Dominus flevit“. Von dort ging es weiter zum Garten Gethsemane, wo Jesus vor seiner Verhaftung in Todesangst betete, bevor er von Judas Iskariot verraten wurde.

Über die Via Dolorosa in der belebten Altstadt …

… erreichten wir gegen Mittag das Österreichische Hospiz, wo wir – etwas dekadent – Apfelstrudel und Wiener Kaffee genossen.

Zurück in Bethlehem besichtigten wir die Geburtskirche und mussten feststellen, dass auch hier angesichts der Massen der Gläubigen aus allen Ländern der Welt der Stressfaktor anstieg. Schubsen, Drängeln, Schimpfen – keinen Zentimeter weichen, wir sind jetzt geübte Pilger.

Die Geburtsgrotte selbst war dagegen eher unspektakulär.

Unser palästinensischer Reisebegleiter Mahoned erklärte uns in der nur hundert Meter entfernten Milchgrotte, dass Frauen, die sich ein Kind wünschen, den weißen Stein berühren und die kalkige Substanz essen sollten, damit sich ihr Wunsch erfülle.

Abschließend erzählte uns Mahoned aus seinem bereits bewegten Leben und über das Leben der Palästinenser im Westjordanland. Auf all unsere Fragen hat er uns sehr offene und persönliche Antworten gegeben. Die Freiheit der Palästinenser ist doch sehr stark eingeschränkt. Am eindrücklichsten zeigte sich das bei den Reisevorschriften im Hinblick auf das nur wenige Kilometer entfernte Israel: Nur Frauen über 50 und Männer über 60 Jahre dürfen ohne Beschränkungen einreisen.

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