Tag 5: Durch die Wüste – Qumran, Masada, Totes Meer

Auf unserem Weg nach Masada kamen wir durch ein von Beduinen besiedeltes Gebiet. Die Beduinen leben dort in ärmlichen Hütten und halten Kleinvieh.

Die Landschaft wird in Richtung Süden immer karger. Am Toten Meer hatten wir einen Blick auf die Höhlen von Qumran, wo im 1. Jahrhundert die jüdische Gruppe der Essener in abgeschiedenen Höhlen lebte. Eine Sensation war es, als 1947 ein Hirtenjunge bei der Suche nach seinen Ziegen auf Tongefäße stieß, die Schriftrollen aus dem Alten Testament enthielten, welche zu den ältesten erhaltenen Handschriften der Bibel gehören.

Obschon die Judäische Wüste bis ans Tote Meer heranreicht, wird mithilfe künstlicher Bewässerung Landwirtschaft betrieben, z.B. die Anpflanzung von Dattelpalmen.

Der Wasserspiegel des Toten Meeres sinkt beständig, während der Salzgehalt steigt.

Einige Beduinen verdienen sich ein Zubrot, indem sie „Reisen“ auf dem Wüstenschiff für Touristen anbieten, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen.

Die bereits von den Hasmonäern erbaute Festung Masada wurde im 1. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung von dem römischen Klientelkönig Herodes ausgebaut, der vor allem das Interesse der ägyptischen Königin Kleopatra an der Herrschaft über Judäa fürchtete. Im Jahre 66 begann der jüdische Aufstand gegen die römische Fremdherrschaft in Israel. Nach der Zerstörung Jerusalems verschanzte sich eine Gruppe von etwa tausend Sikariern (benannt nach ihren Dolchen) auf dem Berg, der anschließend von den Römern unter der Führung des Feldherrn Flavius Silva belagert wurde. Nach dreimonatiger Belagerung ließ die Festung sich nicht halten. Die Juden, darunter viele Frauen und Kinder, wollten aber nicht in die Hände der Römer fallen und begingen gemeinsam Selbstmord. Heute ist Masada für die Israeliten DAS Symbol ihrer Freiheit.

Wir machten es uns leichter als die Römer und fuhren mit der Seilbahn hoch.

Oben erfuhren wir anhand eines Modells alles Wesentliche über den Aufbau Masadas.

Der Nordpalast des Herodes ist in drei Höhenebenen eingeteilt, die wir über viele Klettersteige erreichten.

Hier sieht man den Wall, über den die Römer sich der Festung näherten.

In der Mitte des folgenden Bildes erkennt man Überreste eines römischen Belagerungskastells.

Den Abstieg absolvierten wir in vierzig Minuten zu Fuß.

Den Abschluss bildete ein Besuch am Toten Meer, das 428 m unter dem Meeresspiegel liegt (tiefster Punkt der Erde) und keinen Abfluss besitzt. Der Salzgehalt ist sehr hoch und das Wasser soll außerordentlich gesundheitsfördernd sein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s